Impressionen
Craig Parker beeindruckt mit seinen Auftritt auf der Ringcon nicht nur die Fans und Zuschauer.

Kapitel 01
Ich saß in einen der Stühle an der Bühne und beobachtete ihn, wie er mit seinem Partner das Publikum zum lachen brachte. Wie er Frage um Frage geduldig beantwortete. Ich wusste, er genoss das zusammen mit seinem Freund dort oben zu stehen und zu unterhalten. Nie würde er ohne diese Aufgabe leben können und ich wünschte ihm viele Jahre dort oben, auch wenn das für mich hieß, dass ich ihn selten sah. Trotzdem entzweite uns das nicht. Im Gegenteil. Nichts trennte uns, denn wir trugen einander im Herzen. Ich wusste, dass ich diejenige war, die ihm die Hand hielt, wenn es ihm schlecht ging, wenn ihm alles zu viel wurde und er war derjenige, der um die halbe Welt flog, wenn in meinem Leben alles schief ging. Ich wusste wir waren einander Heimat in dieser verqueren Welt. Er ging von der Bühne ab und der Applaus brach los. Vereinzelt hörte ich jemand seinen Namen rufen und schmunzelte. Das Licht ging an und der Saal leerte sich. Immer wieder schnappte ich Gesprächsfetzen auf, die mich erheiterten und nachdenklich machten. Ich besaß das, was sich viele wünschten: seine Liebe. Wenn auch in einem anderen Sinne, als sich viele wünschten.
Ich schlenderte durch die Korridore der Veranstaltung und sah mich ein wenig um. Die Begeisterung war ungebrochen. Ich wollte ein wenig Luft schnappen und wollte gerade zum Ausgang als ich an einem schwarzen Gesellen hängen blieb, der ziemlich verrupft aussah. Ich erschreckte mich ein wenig und funkelte das Subjekt vor mir an, bis ich ein leises Lachen hörte. Grinsend schlug ich dem enttarnten Ringgeist gegen den Arm und lies mich von ihm in den Fahrstuhl schieben. Ein komisches Bild muss ich gestehen. Wir stiegen auf der Etage aus und mein Begleiter enthüllte sich. Lachend liefen wir an einigen seiner Kollegen vorbei und schnappten auf der Terrasse der Etage Luft. „Na Kleines, habe ich dich erschreckt?“, grinste er und ich lachte. „Wie könnte ich vor dir Angst haben, du Mini-Ringgeist“, zog ich ihn mit seinem fehlenden Gardemaß auf. Doch es folgten keine Frotzeleien mehr, wie sonst. „Wie geht es dir kleines? Ich bin froh, dass du da bist.“, sagte er ehrlich und ich sah in seine dunkelblauen Augen, vor denen ich nichts verstecken konnte. „Du bist einsam, im Moment, nicht wahr?“, stellte er fest und zog mich zu sich. Ich nickte. Ich war einsam. Ich hatte gedacht ich würde mich daran gewöhnen, dass mein Freund oft weg war. Doch das tat ich nicht. Josh war viel zu oft weg und mein Herz blutete in den Monaten, in der er auf Tour war. Ich wurde in zwei warme Arme gezogen, mein Kopf an eine starke Brust gedrückt. Ich spürte sein Kinn auf meinen Haaren und schloss die Augen. Leise hört ich der Melodie zu, die an mein Ohr drang und mein Herz beruhigte, das nach meinem Geliebten schrie. Es kam zur Ruhe und ich wusste, dies würde ich nur hier finden, in diesen Armen, die mich schützend hielten, wie jedes Mal, wenn ich einzubrechen drohte.

The End

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